Die Theatergruppe Boksee

Oktober 2018

Die Theatergruppe Boksee trifft sich wieder, um die Komödie „Alln’s Goethe oder watt…?“ (von Bernd Gombold / Marita Coels / Holger Intermann) einzustudieren. Die Rollen sind verteilt, die Proben haben begonnenh.

Die Termine der Vorstellungen im Dorfgemeinschaftshaus sind: 

1., 2., 4., 6., 8., 9. und 11. März 2019

Karten können wie gehabt vorbestellt werden bei Heiner Plaug (Tel.: 04302/1054 und 0172/1778938). Aktuelle Informationen sind auch unter www.boksee.de/theatergruppe zu finden.

 

Hier eine kurze Inhaltsangabe des Stückes:

Dem Bürgermeister Richard Schnösel von Kleinstrohbach ist die heruntergekommene Kneipe „Zur eisernen Faust“ samt Wirt Johannes Wärter schon lange ein Dorn im Auge. Schnösel möchte den „Schandfleck“ am liebsten kaufen und abreißen, um dort Parkplätze für das neue Rathaus anlegen zu können. Doch der Wirt weigert sich, zu verkaufen. Mit Unterstützung des Gemeinderats Florian Brenner setzt der Bürgermeister den Wirt unter Druck und droht ihm sogar die Zwangsenteignung an. 

Unterstützung erfährt der Wirt durch seinen Stammgast, den Obdachlosen Willi, und die resolute Putzfrau Rosi, die dem Bürgermeister mit ihrer frechen Art immer wieder Paroli bietet. Auf dem Dachboden der Kneipe entdeckt Rosi eine Kiste mit seltsamen alten Papieren. Der Obdachlose Willi, der früher einmal Gymnasiallehrer war, glaubt, in diesen Dokumenten die Handschrift des großen Johann Wolfgang von Goethe zu erkennen - darunter sogar einige Verse über Kleinstrohbach. Bürgermeister Schnösel wittert die Chance, Ruhm und Ehre als „Goethe-Gemeinde“ ernten zu können. Dies ruft seine erbitterte Kontrahentin, die überhebliche Fraktionsvorsitzende Klara Schnalzer, auf den Plan. Als selbsternannte Vorsitzende des Kulturvereins will sie den Goethe-Fund zum Anlass nehmen, um endlich ein Kulturzentrum zu bauen. 

Eine Pressekonferenz wird anberaumt, um die sensationellen Schriften der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Kneipe wird über Nacht renoviert und als „Goethe-Haus“ unter Denkmalschutz gestellt. Der Obdachlose Willi wird - rasiert, gewaschen und neu eingekleidet - als Goethe-Experte präsentiert und Putzfrau Rosi fungiert als Marketing-Beraterin. Elli, eine Freundin von Rosi, gibt sich gegenüber dem Bürgermeister als spendable Vorsitzende des Goethe-Hauses aus und bestärkt ihn in seiner Hoffnung, sich um den Titel „Kultur-Hauptstadt Europas“ bewerben zu können. Lediglich Sonja Maus, nicht sehr intelligente Sekretärin und Geliebte des Bürgermeisters, glaubt nach wie vor, Goethe sei ein Schlagersänger. Am Ende stellt sich heraus, dass die angeblichen Goethe-Handschriften Fälschungen sind. Der Bürgermeister und seine Gemeinderäte sind blamiert und ihre kühnen Träume geplatzt. Doch wenigstens ist die Kneipe renoviert und gerettet - Goethe sei Dank!

 


Seit mehr als 30 Jahren existiert die Theatergruppe Boksee.

 

Angefangen wurde mit einem Einakter während eines Feuerwehrballs.

Nach dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses (1979) wurde langsam mehr daraus. Es entstand eine Bühne, die Theaterstücke bestanden aus mehr als einem Akt und es wurde an mehreren Abenden gespielt. "De Hexenhoff" (Anfang 2016) wurde an sieben Tagen aufgeführt, jedesmal ausverkauft.

 

Die plattdeutsche Sprache ist Voraussetzung für die gewählten Stücke. Auch wenn nicht alle Schauspieler Muttersprachler sind, so ist die Pflege des Plattdeutschen ein großes Anliegen der Theatergruppe Boksee. Und was uns auch sehr wichtig ist: der Spaß am gemeinsamen Proben, am Auf- und Abbauen und (mit viel Lampenfieber) am gemeinsamen Spielen.

 

Eine tolle, harmonische Gruppe, die hoffentlich noch lange und hoffentlich auch mit neuen jungen Leuten weiterspielt!